Skip to main content
Colitis ulcerosa Info

Hochdosierte Mesalazin-Tabletten stärken die Adhärenz bei Colitis ulcerosa

Berlin, 17. Oktober 2025 – Die Optimierung der Therapietreue ist zentral, um bei Colitis ulcerosa (CU) die Remission nicht nur zu induzieren, sondern zu erhalten.[1] Aktuelle Ansätze diskutierte Prof. Jonas Halfvarson, MD, PhD (Örebro, Schweden) auf Einladung von Tillotts bei einem Symposium im Rahmen der UEG Week in Berlin. Im Fokus: Neue Real-World-Evidenz aus einer großen Kohortenstudie, die die Persistenz und Adhärenz mittels Apothekendaten über 12 Monate analysierte.[2]

Mesalazin ist die empfohlene Erstlinientherapie zur Einleitung und Erhaltung der Remission bei milder bis moderater CU.1 Etwa 90 % der CU-Patienten werden nach ihrer Erstdiagnose mit dem entzündungshemmenden Aminosalicylat therapiert.[3] Doch etwa jeder dritte Patient ist nicht dauerhaft adhärent und riskiert damit ein Wiederaufflammen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sowie hohe Belastungen für sich und die Gesellschaft.[4],[5] Aufklärung, Beachtung der Patientenpräferenzen und regelmäßiges Monitoring (face-to-face, remote, technisch) können die Therapietreue unterstützen3, so Prof. Jonas Halfvarson.

Um das Risiko eines erneuten Entzündungsschubes zu senken, sei jedoch vor allem die Reduktion der Tablettenlast – bei gleichzeitiger Erhöhung der Wirkstoffdosis pro Tablette – hilfreich.1,2 Das bestätigt auch die aktuelle Analyse einer patientenbasierten Datenbank, die auf Abrechnungsdaten von Apotheken in Frankreich beruht und mehr als 12.000 initial mit oralem Mesalazin behandelte Patienten umfasst: Nach 12 Monaten waren noch 11,5 % in der Gruppe mit niedriger Mesalazin-Dosis pro Tablette (400–500 mg) persistent.2 Bei mittlerer Wirkstärke (800–1.000 mg) waren es 17,1 % und 22,0 % in der Gruppe mit hochdosierten Mesalazin-Tabletten (1.600 mg).2 Die Adhärenz (Proportion of Days Covered, PDC ≥ 80 %) lag in der Kohorte mit niedriger Wirkstärke bei 28,0 %, in der mittleren bei 35,5 % und erreichte bei den Patienten mit Hochdosis-Mesalazin-Tabletten 41,3 %.2

Die Studie zeigt: Je höher die Wirkstärke pro Tablette und je geringer damit die Tablettenlast, desto höher waren die Persistenz und Adhärenz.2 ASACOL® 1600 mg (PZN 15619030) von Tillotts ist die Tablette mit der höchsten Mesalazin-Einzeldosis am Markt.[6] Ein optimierter zweistufiger pH- und Enzym-getriggerter Freisetzungsmechanismus (OPTICORETM) gewährleistet, dass sich der Kern aus 5-ASA gezielt am Ort der Entzündung im gesamten Kolon bis hin zum Rektum auflöst und seine Wirkung entfalten kann.[7],[8] In der Akuttherapie werden 2 bzw. 3 Tabletten 1 x täglich genommen, in der Erhaltungsphase reicht 1 Tablette täglich.[9],[10],[11]

Bilder:

Abb. 1: Post-hoc Analyse der Zulassungsstudie für ASACOL® 1600 mg10,11: Im dunkelblauen Arm sind die Patienten dargestellt, die auf 3,2 g orales Mesalazin nach 8-12 Wochen noch nicht ausreichend angesprochen hatten (n=199 von 817). Ihre Dosis wurde von 2 auf 3 Tabletten (4800 mg/d) erhöht. Nach 38 Wochen zeigten mehr als ¾ der Patienten (78,4%) ein ausreichendes klinisches Ansprechen. Fast jeder dritte Patient (29,6%) hatte eine klinische und endoskopische Remission erreicht. Trotz der Dosiserhöhung auf 4,8 g pro Tag gab es nicht mehr Nebenwirkungen für die Patienten.10,11 Grafik: Tillotts. Zum Download.